Die Erfahrungen von meiner 100-tägigen Südseereise möchte ich hier weitergeben. Reiseberichte im Fernsehen, Reiseführer und Broschüren vermitteln ein Bild der Südsee, das man nicht vorfinden wird. Fahre also ohne jegliche Erwartungen und vor allem nie allein in die Südsee.
Generell sollte man in der Südsee niemals am Samstag Nachmittag oder Sonntag reisen, da dann niemand arbeitet. Ausserdem muss man auf unerwartete Feiertage achten, ANZAC-Day am 25. April auf den Cook Inseln, NZ und AUS, der wegen der Datumslinie sogar zwei Mal zuschlagen kann, oder französische Siegesfeier am 08. Mai in französisch Polynesien.
Obwohl ich in meiner Vorbereitung versucht hatte, mein Gepäck auf das Nötigste zu reduzieren, war es dann doch zu viel und nicht immer das Geeignetste. Egal wie lange man reist, sollte man folgendes beachten:
Da regelmäßiges Waschen ohnehin nötig ist Unterwäsche für 4 Tage, 3 bis 4 T-Shirts (kurzärmelig), 3 bis 4 Sweat-Shirts (langärmelig), 2 kurze Hosen, 2 lange Hosen und 2 helle Bade/Strandtücher. Nur helle Teile die zusammen in einer Waschmaschine gewaschen werden können und alles aus möglichst leichtem Stoff, der leicht trocknet und bequem zu tragen ist.
Als Regenschutz keine Regenkleidung, weil man darunter nur naß vom Schwitzen wird, sondern einen Regenschirm. Wasserfeste Sandalen, mit denen man durch Regenschauer und Matsch gehen und aus dem Boot ins Meerwasser steigen kann (keine Aquaschuhe, die schlecht trocknen), Strohhut mit Kinnriemen gegen Wind, viel Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor ab 25 aufwärts.
Papiertaschentücher brauchte ich wegen der feuchten Luft deutlich weniger als zu Hause. Für NZ und Cook 230V Netzsteckeradapter mit schräg stehenden Flachkontakten.
Statt des 70l-Rucksackes würde ich heute eine 40l Reisetasche mit im Boden eingelassenen Traggurten verwenden. Als Handgepäck würde ich eine flexible Isoliertasche mitnehmen, auch geeignet als Strandtasche und zum Einkaufen. Für Ausflüge einen kleinen Rucksack aber mit Traggestell, der nicht flächig am Körper anliegt. Eine kleine wasserdichte Box für Kreditkarten, Führerschein, Geld und Schlüssel, um damit auch ins Wasser gehen zu können. Für die Kamera einen kleinen Wasserschutzsack für Regen und Bootsausflüge.