NiMH-Mignon-Zellen sind die kostengünstigsten Energiespeicher für mobile Geräte.


Ihr Leben spielt sich zwischen ca. 1,5V (Ladeschlussspannung) und ca. 1,0V (Entladeschlussspannung) ab. Der Arbeitsbereich bei Entladung liegt unter Last zwischen 1,35V und 1,15V und zum größten Teil zwischen 1,30V und 1,20V. Geräte sollten Akkus nicht über 1,20V als leer melden!

Die Nennkapazität eines Akkus sagt nicht wirklich etwas über die nutzbare Ladung aus. Sogenannte LSD-Zellen (low self-discharge) wie z. B. SANYO eneloop halten die Spannung durch den niedrigen Innenwiderstand viel länger über 1,20V. Je nach Qualität und Zustand des Akkus können bis 1,20V nur 50% oder bis zu 97% der Kapazität entnommen werden. Deshalb ist es auch unmöglich, aus der Spannung des Akkus auf einen Ladezustand zu schließen!

Zu frühe Leermeldung und prophylaktisches Nachladen verschlechtert die Akkus, es entsteht der sogenannte "Memory-Effekt". Was es wirklich ist, sei dahingestellt, es bewirkt jedenfalls einen steileren Spannungsabfall zwischen 1,25V und 1,20V, wodurch Geräte die Akkus noch früher als leer melden. Dadurch und durch Alterung verringert sich die Restkapazität (nach einer Vollladung tatsächlich noch bis 1,00V entnehmbare Kapazität) einer Zelle.


Gute Ladegeräte wie z. B. Technoline BC 700 haben eine Einzelkanalanzeige von Strom, Spannung, Ladung und Zeit und besitzen Programme für

Spätestens alle 3 Monate sollte für einen vollständigen Entlade/Lade-Zyklus gesorgt werden mit Entladung bis 1,0V. Auch sollte halbjährlich die Restkapazität ermittelt werden.

Der Spannungsabfall des "Memory-Effekts" kann verringert werden, wenn man den Akku mindesten mit 0,2 CA (0,2 mal die Kapazität des Akkus als Ladestrom) bis 0,5 CA lädt, beispielsweise bei einem 2000 mAh-Akku mit 2000x0,35 also 700 mA.

Regelmäßige Akku-Pflege ist wie beschrieben nötig, Akkus entweder über Monate zu vergessen oder laufend nur nachzuladen schädigt diese.

In einem Satz Zellen, die in einem Gerät gleichzeitig eingesetzt werden, müssen immer Zellen annähernd gleicher Restkapazität verwendet werden. Die schlechteste Zelle bestimmt die Betriebsdauer und die besten Zellen werden wegen zu geringer Entladetiefe geschädigt.

Generell sollten Zellen mit einer Restkapazität von weniger als 70% der Nennkapazität aussortiert werden. Vorher kann man noch ein Regenerieren (wiederholte Entladung/Ladung) probieren.