Typischerweise bestellt man bei einem Webhoster ein Paket bestehend aus einer oder mehreren Domains, einer bestimmten Größe Webspace (Speicherplatz), einer bestimmten Anzahl Email-Postfächer, einem betimmten beinhalteten Traffic (Datenverkehr) und sonstige Dienstleistungen/Software. Daher gibt es auch häufig die irrige Meinung, Webspace und Domain wären Synonyme.
Ein Webhoster kann eine Domain über einen Registrar einrichten lassen oder selbst Registrar sein, er kann den Server, auf dem der Webspace eingerichtet wird, gemietet haben oder ihn selbst betreiben.
Wenn Webspace und Domain gemeinsam eingerichtet werden, braucht man sich um die hier anschließend erklärten Verweise nicht selbst zu kümmern.
Ist der Speicherplatz auf einem Server, der die Daten eines Internetauftrittes enthält.
Auf dem Webspace-Server befinden sich normalerweise mehrere Webspaces. Der Webspace-Server muss also die bei seiner IP-Adresse (123.456.789.123) ankommenden Anforderungen entsprechend dem Domainnamen an den richtigen Webspace weiterleiten.
Ist der Name eines Internetauftrittes (symbolische Adresse), der von einer Internetvergabestelle für Domains (Network Information Center) vergeben wird (in Deutschland DENIC für die Topleveldomain ".de"). Der Name lautet dann z. B. "domainname.de"
Alle Namensbestandteile die mit Punkt getrennt davor stehen, adressieren Subdomains dieser Domain, die zur Strukturierung eingerichtet werden können. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass "www" am Anfang stehen müsse. Der Name "www.domainname.de" adressiert bereits eine Subdomain.
Leider hat es sich eingebürgert, sowohl "domainname.de" wie auch "www.domainname.de" auf das Wurzelverzeichnis des Webspaces verweisen zu lassen, in seltene Fällen auch nur "www.domainname.de", weshalb die unsinnige Verwendung von "www" nicht auszurotten ist.
Webspace und Domain kann man aber auch getrennt von einander bei verschieden Webhostern einrichten lassen, wenn diese die Möglichkeit dazu bieten. Sogar der Emaildienst kann bei einem anderen Webhoster betrieben werden. In all den Fällen muss man sich um die Administration selbst kümmern. Dabei sind folgende Begriffe wichtig:
Nameserver verweisen vom Domainnamen auf die IP-Adresse des Webspace-Servers.
Im sogenannten a-record (Address-Record) wird für eine Domain der Verweis auf die IP-Adresse des Webspace-Servers eingetragen. Der a-record verweist nur auf den richtigen Webspace-Server, dieser muss seinerseits noch wissen, wo genau der Webspace für die aufgerufene Domain steht.
Im sogenannten mx-record (MaileXchange-Record) wird die SMTP-Mailserver-Adresse des Servers eingetragen, auf dem die Mails verwaltet werden. Der Name lautet häufig "mail.domainname.de"
In der Domain-Verwaltung des Domain-Hosters muss man a-record und mx-record selbst eintragen.
Unter network-tools.com kann man die DNS-Records abfragen.
Vom Webspace-Hoster muss man dann noch den Verweis von "domainname.de" zum Webspace auf dem Webspace-Server eintragen lassen.
Falls zu einem Webspace mehrere Domains eingerichtet werden sollen, ist es sinnvoll, eine Ordnerstruktur einzurichten, bei der die Ordner der obersten Ebene wie die Namen der Domains lauten. Jetzt kann man in der Verwaltung des Webspaces den Domains statt des Wurzelverzeichnisses "/" die gleichlautenden Ordner zuweisen.